Seit bald sechs Jahren fahre ich kreuz und quer durch Deutschland auf den Touren für meine Firma (www.laetare-buchhandel.de). Nachdem ich 20 Jahre lang kaum noch fotografiert habe, stießen mir auf den Fahrten die immer gleichen oder besser ähnlichen Strukturmerkmale der Landschaft auf.

Es fing an mit den Wegkreuzen, die mir als NRW-ler nicht präsent waren. Als ich meinte, da seien es erst einmal genug, kamen die Hochsitze: kaum eine Landschaft wird so sehr durch sie strukturiert wie die deutsche. Das wäre jetzt ein weites Feld, wenn man darüber nachdenkt, warum ausgerechnet hier die Jagd so organisiert ist. Seis drum. Und dann ging es weiter. Ich liebe Heuballen, seitdem ich den ersten Stapel fotografiert habe! Und mir als wenig sportlichem Menschen fiel auf, wie sehr der Sport in Deutschland präsent ist. Ständig liegen Sportplätze an der Straße. Oder zumindest sehe ich Hinweisschilder auf den nächsten Sportplatz.

Und dann, nach dem Frankreich-Urlaub im Languedoc: überall stehen diese oft frisch blau gestrichenen Soldaten herum und erinnern an die glorreichen Zeiten der Kriegsnation... Ich begann,mir anzusehen, wie wir Deutschen damit umgehen. Und muß feststellen, daß wir wenig gelernt haben. Zum Beispiel hier in Wuppertal steht: "den Heldentod starben..." Ich bin Kriegsdienstverweigerer. Und ich versuche dennoch oder gerade deswegen immer wieder zu verstehen, was Männer (in erster Linie) an diesem "Heldengedenken" haben (mein Vater ist mir da, so gerne ich ihn mag, ein erschreckendes Beispiel): es gelingt mir nicht. Das dann in S/W, weil ich immer Friedlanders "The American Monument" im Kopf habe (der auch kein Nationalist im schlechten Sinne ist). Und es geht weiter...